"Geld. Gier. Macht - Der Fall Cum-Ex" Musik- und Theaterreihe
Am Mittwoch, dem 25. März um 20 Uhr wird im Rahmen der Musik- und Theaterreihe das Theaterstück „Geld. Gier. Macht. Der Fall Cum-Ex“ in der Neuen Gebläsehalle in Neunkirchen aufgeführt.
Das neue Theaterstück von Stefan Zimmermann beschäftigt sich mit den Hintergründen des Cum-Ex-Skandales.
Die leitende Bankangestellte Lena eröffnet ihrem Mann Emil in der Neujahrsnacht 2012, dass ihr bestimmte Geschäfte Ihrer Bank unseriös vorkommen. Der gemeinsame Freund Lambert, von Beruf Steueranwalt, klärt Lena auf, dass Steuerbetrug in ungeheurem Ausmaß längst zu den „normalen“ Geschäften vieler Banker und Fonds gehört. Der Staat wird mit dem Geschäftsmodell „Cum-Ex“ aus purer Geldgier systematisch um Milliarden betrogen. Lambert war selber daran beteiligt und will jetzt aussteigen. Lena beschließt aktiv zu werden. Ihr Mann und ihre beste Freundin Carla wollen sie dabei unterstützen.
Sie müssen allerdings erkennen, dass die Erfinder des Modells offenbar bestens vernetzt sind und Beziehungen bis in höchste Kreise pflegen. Kein leichtes Unterfangen. Aber Lena und ihre Freunde geben nicht auf. Sie setzen Lockvögel, versteckte Kameras und Kronzeugen ein um den Milliardenbetrug aufzudecken. Gerade in einer Zeit, in der Steuergelder dringend benötigt werden, sollen diejenigen, die sich bereichert haben, und jene, die es gedeckt haben, zur Rechenschaft gezogen werden.
Schon das, was sich wirklich ereignet hat, liest sich wie ein Krimi. Unsere Steuergelder wurden und werden in Milliardenhöhe abgezockt. Von wem? Von gierigen Superreichen, von Finanzberatern, Rechtsanwälten und internationalen Aktienhändlern. Der Staat war wieder einmal lange blind auf diesem Auge und viel zu langsam. Bis Schlupflöcher von Cum-Ex auch international gestopft wurden, dauerte es viele Jahre. Noch immer sind zahlreiche Ermittlungen und Verfahren im Gang.
Der Ablauf der Cum-Ex-Geschäfte ist aus der Realität gegriffen. Ein Theaterstück ist allerdings kein investigativer Journalismus und mit dieser Freiheit entwickelt Stefan Zimmermann raffiniert und mit durchdringendem Blick einen ebenso spannenden wie unterhaltsamen Politkrimi; ohne den „echten“ Beteiligten direkt auf den Schlips zu treten.
Schon Stefan Zimmermanns Stück „Mr. President First“ bewies, dass er reale politische Vorgaben meisterhaft in echte Unterhaltung umzumünzen weiß. Temporeich und mit viel Esprit überzeugte die topaktuelle Realsatire auf mehreren Tourneen die Kritiker und wurde vom Publikum begeistert umjubelt.
Tickets sind zum Preis von 29,10 € (PK 1) und 26,90 € (PK 2) bei allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional, unter der Tickethotline 0651 – 9790777 sowie online unter www.nk-kultur.de erhältlich.