Redener Panorama Pfad

Der Redener Panoramapfad mit Start am Parkplatz gegenüber des Zechenhauses in Reden bietet auf der gesamten Tour beeindruckende Aussichten von der Bergehalde bis hinein in den Hunsrück.

Länge: 6 km
Gehzeit: ca. 90 Min
Profil/Schwierigkeit: mittelschwer
Startpunkt: Parkplatz Zechenhaus, Am Bergwerk Reden 10, 66578 Schiffweiler

Station 1 - DIE GRUBE REDEN

Chronik

  1. Erste Erwähnung über die Gewinnung der Steinkohle ausgangs des Ortes Landsweiler in Richtung Neunkirchen.

  2. Kohlegewinnung und -handel wird von den ortsansässigen Bauern als Nebenerwerb betrieben.

  3. Anschlag eines neuen Wasserlösungsstollens, der nachträglich den Namen des preußischen Staatsministers und Begründers des schlesischen Bergbaus, Friedrich Wilhelm Graf von Reden, erhält.

  4. Teufarbeiten am Schacht Reden 1.

  5. Erreichung der Redensohle.

    Errichtung des Kesselhauses und des Fördermaschinengebäudes.

  6. Errichtung des Zechenhauses und der Schmiede.

  7. Abteufen des Schachts Reden 2.

  8. Fertigstellung des Eisenbahnbaus von Bexbach/Neunkirchen bis nach Reden.

  9. Der Tunnelbau im Höfertal ermöglicht die Inbetriebnahme der Saarbrücker Bahn. Anschluss an das Rheintal (Ludwigshafen) und an das französische Eisenbahnnetz.

  10. Beginn der Teufarbeiten am Schacht Reden 3 und der Arbeiten am Bau der Tagesanlagen. Gründung der Itzenplitz-Schächte und Schaffung einer neuen Förderanlage.

  11. Beginn der Förderung im Schacht Reden 3.

  12. Niederbringung eines Wasserhaltungsschachtes im Klinkenthal.

  13. Aufschließung neuer großer Kohlevorräte und Entstehung zahlreicher neuer Schächte zur Bewetterung der Grube.

  14. Fertigstellung des Rohbaus einer Kohlenwäsche.

  15. Infolge einer verheerenden Schlagwetterexplosion kommen 150 Bergleute ums Leben. Dennoch floriert die Grube nach wie vor.

  16. Anschlag des Doppelschachtes Reden 5.

  17. Beträchtliche Investitionen im Über- und Untertagebetrieb. Unter anderem wird Reden 5 bis auf 936 Meter abgeteuft. Rutschen, Steg- und Gummiförderer werden eingesetzt und der Holzausbau durch eiserne Stempel ersetzt. Das Gleissystem wird erneuert, die Wetterführung verbessert und die Schachtanlage Itzenplitz Untertage an das Redener Grubengebäude angeschlossen. Gleichzeitig wird eine neue Aufbereitungsanlage für Fett- und Flammkohle errichtet und ein neues Zechenhaus mit Waschkaue erbaut.

  18. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Schachtanlage Itzenplitz als Förderstandort stillgelegt. Reden 5 wird zentraler Förderschacht.

  19. Eine neue Kokerei wird in Betrieb genommen.

  20. Zunehmende Mechanisierung Untertage.

  21. Aufstellung eines neuen großen Fördergerüstes über Schacht Reden 5.

  22. Mit der Bergbaukrise in den späten 1950er Jahren begann das lange Sterben der Gruben. In Reden führten im Jahr 1958 entsprechende Generalpläne zur Konzentration und Integration der umgebenden Bergwerke und schließlich zu umfassenden Umstrukturierungsmaßnahmen mit für den Saarbergbau umwälzenden Veränderungen.

  23. Die Förderung geht um fast die Hälfte zurück.

  24. Die ehemals selbstständigen Gruben von Sulzbach im Westen bis Bexbach im Osten, von St. Ingbert im Süden bis zum Grubenfeld Kohlwald im Norden werden in die Anlage Reden integriert, nacheinander stillgelegt und ihre jeweilige Förderung im Bergwerk Reden gebündelt.

  25. Reden erhält einen neuen, stilkonform an das ehemalige Zechenhaus angelehnten Bade- und Bürotrakt.

  26. Reden vereinigt jetzt auf sich als Zentralschachtanlage insgesamt zehn ehemals selbstständige Betriebseinheiten an sieben Standorten.

  27. Beschluss zur Stilllegung der Förderung am Standort Camphausen ab 1990 sowie die Schaffung eines „Verbundbergwerks Ost“ mit dem Förderstandort Göttelborn durch die Zusammenlegung der Gruben Camphausen, Göttelborn und Reden.

  28. Beginn der Umsetzung des Zusammenlegungsprogramms im Rahmen des „Drei-Standorte-Konzeptes“ der Saarbergwerke AG, mit dem Reden zur Nebenanlage des neuen „Verbundbergwerks Ost“ werden soll.

  29. Das „Verbundbergwerk Ost“ nimmt den Betrieb auf. Damit geht die 148-jährige Geschichte des selbstständigen Bergwerkes Reden zu Ende.

  30. Die letzte Kohle am Schacht 5 wird gehoben.

  31. Als Folge des sogenannten „Kohlekompromisses“ wird das „Drei-Standorte-Konzept“ aufgegeben und die Kohleförderung in Göttelborn/Reden Ende 2000 eingestellt. In Reden ist die größte unterirdische Wasserhaltung Europas entstanden. Dort arbeiten noch heute 50 Bergleute der Ruhrkohle AG. Reden ist zur modernsten Schachtanlage des Saarreviers geworden.

  32. Die weitere Zukunft des umfangreichen Grubenareals ist ungewiss. In der Vergangenheit brachten 150 Jahre Steinkohlebergbau wirtschaftlichen Wohlstand und Sicherheit für mehrere tausend Familien. Im Zuge der neuen Planung der Landesregierung zur Industriekultur im Saarland ist Reden zusammen mit Itzenplitz zu einem von drei Schwerpunkträumen erklärt worden, die als Erbe der Bergbau-Vergangenheit eine besondere Förderung erfahren sollen.

Audio-Datei zur Station Grube Reden - Hochdeutsch

Audio-Datei zur Station Grube Reden - Saarländisch

Die Grube Reden war eine der bedeutendsten Gruben des Saarbergbaus und die Hauptgrube im östlichen Saarrevier. Bei der Planung der Eisenbahnverbindung zwischen Bexbach, Neunkirchen und Saarbrücken, die einerseits den Anschluss an die Pfälzische Ludwigsbahn (Ludwigshafen-Bexbach) und andererseits an die im Bau befindliche Linie Nancy - Metz - Forbach der Paris-Straßburger Bahn (französische Ostbahn) herstellen sollte, wurden um 1840 im Landsweiler Tal reichhaltige Kohlenvorkommen entdeckt. Diese Entdeckung führte dazu, einen neuen Förderpunkt einzurichten und im oberen Klinkenthal zwei Förderschächte – Reden 1 und 2 – abzuteufen.

Zur Wasserlösung des aufzuschließenden Feldes wurde am 1. Juli 1846 der Redenstollen vom Klinkenthal in den Grubenwald feierlich angehauen. Bereits ein Jahr später konnte nach dem Abholzen des sogenannten Grubenwaldes mit den Teufarbeiten zum Tiefbauschacht Reden 1 begonnen werden. 1848/49 erfolgten mit der Einrichtung des ersten Kesselhauses und des Fördermaschinengebäudes sowie des Zechenhaus und der Schmiede die ersten Übertagebaumaßnahmen. Die Grube gehörte zu diesem Zeitpunkt noch zum Bergwerk Heinitz. Am 8. April 1850 erhielt die Grube, deren Belegeschaft bereits aus 466  Mann und zwei Steigern bestand, offiziell den Namen des ehemaligen preußischen Staatsministers Friedrich Wilhelm Graf von Reden (1752 - 1814).
(Aus der Fest-Schrift zum 50-jährigen Jubiläum der Grube Reden im Jahr 1896)

Station 2 - DER WASSERGARTEN IM ERLEBNISORT REDEN

Audio-Datei zur Station Wassergarten - Hochdeutsch

Audio-Datei zur Station Wassergarten - Saarländisch

Der Wassergarten, ein in fünf Becken unterteiltes kaskadenartiges System von Flachwasser-Zonen, entstammte einem Ideenwettbewerb. Die Realisierung und das Erstellen des endgültigen Designs erfolgte zusammen mit der Neugestaltung der aus der Bergaufsicht entlassenen Tagesanlagen des ehemaligen Bergwerks Reden im Zeitraum von 2006 bis 2012. Insgesamt ist die neu gestaltete Fläche etwa 3,5 ha groß. Mitte Juni 2012 wurde die Anlage eröffnet.

Sie dient

  • zur Pufferung sämtlicher Regenwässer am Standort.
  • zur energetischen Nutzung und Abkühlung des Grubenwassers und damit zur ökologischen Entlastung des Vorfluters Klinkenbach.
  • zur Abdichtung der Altlast des ehemaligen Grubenbahnhofs, eine Bedingung zur Entlassung der Fläche aus der Bergaufsicht.

Nicht zuletzt ist der Garten ein gestalterisches Highlight des Erlebnisortes Reden als Standort für Freizeit und Tourismus.

DIE FÜNF BECKEN DES WASSERGARTENS:

Becken 1: Simsen- und Binsenbecken

Das Becken 1 beginnt ganz im Westen des Baufeldes an der L 262, Redener Straße. Es führt Wasser ab nach Osten bis zum Übergang in das Becken 4. Bei Regenwetter wird dem Becken Oberflächenwasser aus dem Regenwasserkanal der Gustaf-de-Lattin-Gasse zugeleitet, an dem auch die Schachtstraße angeschlossen ist. Die Becken werden durch die Binsenbepflanzung einen grasartigen Bewuchs haben.

Becken 2: Geothermische Wärmeversorgung für den Erlebnisort Reden

Das „Geothermie-Becken“ besteht ausschließlich aus auf Pfählen gegründeten Stahlbeton-Bauteilen. In dem Becken wird Grubenwasser zur Energiegewinnung und Wärmeversorgung des Standortes genutzt und parallel auch eine ökologisch notwendige Abkühlung erreicht. Ab diesem Becken erfolgt über eine kurze Verbindungsleitung eine oberflächliche Abführung des Grubenwassers in einen offenen Graben, dem Becken 5.

Becken 3: Seerosenbecken

Das schmale Becken verläuft etwa ab dem großen Balkon im Zentrum des Erlebnisortes Reden nach Westen bis zur Sandsteinmauer an der Straße „Am Bergwerk Reden“(L 262). Es nimmt den dauerhaften Trockenwetterabfluss auf, der von der Halde Reden und dem Absinkweiher Brönnchesthal zugeleitet wird (etwa 10 l/s), und wird als eher stilles Wasser mit 200 Seerosen bepflanzt.

Becken 4: Sumpfzypressenwald

Das Becken 4 ist in zwei Höhenstufen gegliedert. Es bildet das zentrale Rückhaltebecken der gesamten angeschlossenen gewerblichen Nutz- oder Wohnflächen. Hier können über 3.000 m³ Regenwasser bei Starkregen temporär angestaut werden. Die Sumpfzypressen erinnern an die Pflanzenwelt des Karbons, der Entstehungszeit unserer Steinkohle.

Becken 5: Nebelbach und Grubenwasserabfluss

Das Becken ist im eigentlichen Sinne ein offener Graben, in dem das Grubenwasser aus dem Becken 3 wie durch einen steinigen Wildbach durch den Wassergarten geführt wird. Ab diesem Punkt vereinigen sich Gruben- und Regenwasser, werden gemeinsam abgekühlt und in den Klinkenbach abgeleitet.

Station 3 - WERKSGEBÄUDE

Audio-Datei zur Station Werksgebäude- Hochdeutsch

Audio-Datei zur Station Werksgebäude- Saarländisch

Redener Schächte

 

Schacht 3

Schachtdurchmesser5,20 m
Tiefe607 m
Höhe3 m (Achse Fördermaschine-Achse Seilscheibe)
Seilscheibendurchmesser1,9 m
Seilbruchlast570 KN
Vmax.4 m/s
Seilfahrt2 x 10 Personen
Fördermaschine:180 kW, Drehstrom; Baujahr 1942

 

Schacht 4

Schachtdurchmesser6,50 m
Tiefe920 m
Höhe28 m (Achse Fördermaschine-Achse Seilscheibe)
Seilscheibendurchmesser6,60 m
Seilbruchlast 1577 KN
Vmax.12 m/s
Nutzlast12 t
Seilfahrt4 x 16 Personen
Fördermaschine:2500 kW; Drehstrom 2 mal 815 V; Baujahr 1991

 

Das Fördergerüst „Reden 4“ ist heute das älteste in Vollwandbauweise errichtete Fördergerüst im Saarbergbau

 

Schacht 5 (Doppelschachtanlage)

Schachtdurchmesser

6,40 m

Tiefe

935 m

Höhe 38 m (Achse Fördermaschine-Achse Seilscheibe)
Seilscheibendurchmesser6,60 m
Seilbruchlast3500 KN
Vmax. 18 m/s
Nutzlast12 t
Seilfahrt2 x 17 Personen
Fördermaschine Ost:4340 kW; 16 bar Dampfdruck; Baujahr 1941
Fördermaschine West:4200 kW; Gleichstrom; Baujahr 1982
Max. Förderleistung im Skipbetrieb1000 t/h ( 2 x 40 Förderspiele a 12t/h)

Station 4 - HALDEN DES ERLEBNISORTES REDEN

Audio-Datei zur Station Halden- Hochdeutsch

Audio-Datei zur Station Halden- Saarländisch

Die Evolutionsstufen der Halden

Fischgrätenhalden: horizontale Beschickung über vorhandene Geländekanten (Böschungen) talwärts, in unterschiedliche Richtungen, daher Fischgrätenhalden, meist in kleinen Loren. Diese Haldenform befand sich unter der großen Halde und wurde ab 1942 überschüttet.

Spitzkegelhalden: Schüttung über Schrägaufzug mit Loren, verbesserte Schüttungsart wegen geringerem Platzverbrauch, Entwicklung durch Seilzuganlagen und Dampfantrieb ermöglicht.

Die beiden bewaldeten Halden (Zwillinge) sind typische Spitzkegelhalden und wurden ab dem Jahre 1923 aufgefahren. Bei den „Zwillingen“ wurde in den 60`er Jahre durch eine „Schneesaat“ eine aktive Haldenbegrünung durchgeführt. Bei dieser Saat wird das Saatgut im Winter auf dem Schnee ausgebracht. Eine Böschungsbearbeitung ist hierbei nicht nötig.

Tafelberge: „Kombination“ aus Fischgrätenschüttung und Spitzkegel. Von der Kegelspitze wird Material wieder horizontal verteilt. So wird noch weniger Grundfläche für den Schüttraum verbraucht. Nach und nach entsteht ein Tafelberg. Die große Halde wurde ab 1942 als Kegelhalde aufgefahren und dann als Tafelberg umgestaltet.

Station 5 - DIE WERKSSIEDLUNG MADENFELDER HOF

Audio-Datei zur Station Werkssiedlung Madenfelderhof- Hochdeutsch

Audio-Datei zur Station Werkssiedlung Madenfelderhof- Saarländisch

Wegen ständiger Geldnot sah sich der Besitzer des Bauerngutes „Madenfelderhof“ genötigt, nach und nach seinen Besitz an den preußischen Bergfiskus zu verkaufen. Wurde der Madenfelderhof von der Grubenverwaltung in Reden zunächst zu Unterbringung und Versorgung der Grubenpferde genutzt, so bot sich 1920 der französischen Verwaltung mit diesem Grundstück, in unmittelbarer Nähe der Grube Reden gelegen, auf Distanz zum Dorf Landsweiler und doch nicht isoliert von ihm, die ideale Voraussetzung zur Schaffung einer Werkssiedlung.

Noch im gleichen Jahr wurde mit der Planung begonnen, und es entstanden auf standardisierten Parzellen 40 Arbeiterwohnhäuser, anderthalbgeschossige Gebäude weitgehend gleicher Konstruktion und Ausstattung, alles Zweifamilienhäuser, die von weitem wie Einfamilienhäuser aussehen.

Etwa 400 Einwohner hatte die Werkssiedlung im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens: Bergleute und ihre Großfamilien. Nebenberuflich Landwirtschaft zu betreiben war für die Bewohner des Madenfelderhofes kaum möglich, aber Ziegen- und Kleintierhaltung war üblich, und der Garten lieferte Gemüse für den tägliche Bedarf und genügend Kartoffeln für die Selbstversorgung in schlechten Zeiten.

Blieben die Bewohner der Werkssiedlung in der Zivilgemeinde auch lange Zeit Fremde, so waren sie in ihrer „Kolonie“ bald wie eine große Familie.
Es war offensichtlich ganz so, wie die französische Grubenverwaltung werbewirksam verkündet hatte, dass die Siedlung nämlich den späteren Bewohnern zur dauernden Freude gereichen werde.

Sie gereichten ihnen in der Tat zur ungetrübten Freude, bis die Kokerei Reden mit ihren Abgasen, bis Schlammweiher und Bergehalde die Idylle zerstörten.
Heute steht die ehemalige Werkssiedlung der Grube Reden, der Madenfelderhof, unter Denkmalschutz. Sie hat die Kokerei und das Bergwerk, das einst ihren Bewohnern Arbeit und Brot gab, überdauert und überlebt. Die Bergehalde, die die Siedlung bedrohte, hat ihre Schrecken verloren.

Station 6 - BRÖNNCHESTHALWEIHER (Ehem. Absinkweiher der Grube Reden)

Audio-Datei zur Station Brönnchesthalweiher - Hochdeutsch

Audio-Datei zur Station Brönnchesthalweiher - Saarländisch

Der Absinkweiher oder „Schlammweiher“ diente zur Entsorgung des anfallenden Kohle- und Bergeschlammes. Der Schlamm wurde durch ein Damm begrenztes Tal eingeleitet. Das im Schlamm enthaltene Wasser wurde durch Versickern wieder dem Boden zugeführt. Der Weiher füllte sich allmählich mit den verbleibenden Sedimenten auf. Die ausgetrocknete Fläche eines Schlammweihers bildet in der Regel eine versiegelte Brache, die nur mit erheblichem Aufwand zu renaturieren ist. Der Itzenplitzer Absinkweiher oberhalb des Itzenplitzer Weihers konnte nach Entleerung im Jahre 1972 für den Bau einer 6-Platz-Tennisanlage mit Clubhaus genutzt werden.

Station 7 - UMNUTZUNG ZUM SOLARFELD

Audio-Datei zur Station Umnutzung zum Solarfeld- Hochdeutsch

Audio-Datei zur Station Umnutzung zum Solarfeld- Saarländisch

Der ehemalige Redener Absinkweiher wurde mit einer Bauschuttdeponie überdeckt und auf einer Teilfläche von rund 14 Hektar eine Fotovoltaik-Anlage für 2.400 Haushalte angelegt. Dort wird nun Strom für 3.300 Haushalte (à vier Personen) erzeugt. Das Solarfeld hat einen Stromertrag von 8.586.000 kWh im Jahr. Dies führt zu einer CO2-Ersparnis von 4.700 Tonnen pro Jahr.

Station 8 - BEAMTENSIEDLUNG UND „SCHLÖSSJE“ Werkshäuser und Mietwohnungen

Audio-Datei zur Station Beamtensiedlung- Hochdeutsch

Audio-Datei zur Station Beamtensiedlung- Saarländisch

In unmittelbarer Umgebung der Werksanlagen waren überwiegend Beamtenwohnungen errichtet worden, in denen z. B. der Grubendirektor, die Werksleiter und andere höhere Bedienstete untergebracht waren. Neben der Bergwerksdirektion in der Bahnhofstraße steht heute noch die erste Direktorenvilla von Reden, heute in privater Hand. Später wurde das „Schlössje“ an der Bildstockstraße Wohnsitz des jeweiligen Grubendirektors. Das Gebäude wurde Ende der 1960er Jahre wegen Bergschäden abgerissen. In den verschiedenen Bergmanns-Ansiedlungen sowie in Haupt- und Nebenstraßen im Umfeld der Gruben Reden und Itzenplitz waren darüber hinaus zwischen 1852 bis 1905 bereits rund 500 Bergmanns-Prämienhäuser sowie rund 350 Beamtenhäuser entstanden.