Höfertaler Wald Pfad

Ebenfalls im Erlebnisort Reden startet der leichteste und kürzeste der 3 Bergbaupfade – der Höfertaler Waldpfad – der auf 5 km Länge nach Bildstock und wieder zurückführt.

Länge: 5 km
Gehzeit: ca. 75 Min
Profil/Schwierigkeit: leicht
Startpunkt: Parkplatz Zechenhaus, Am Bergwerk Reden 10, 66578 Schiffweiler

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Station 1 - PARKANLAGE REDEN

Audio-Datei zur Station Parkanlage Reden - Hochdeutsch

Audio-Datei zur Station Parkanlage Reden - Saarländisch

Zum Erbe des Bergbaus gehört auch die Erinnerung an die dunklen Tage in seiner Geschichte. Der 28. Januar 1907 war ein solcher Tag, der unsägliches Leid über die Bergmannsfamilien in den Bergmannsdörfern gebracht hat. An diesem Tag kam es kurz nach Beginn der Frühschicht im Fettkohlenfeld der Grube Reden zu einer verheerenden Schlagwetter- und Kohlenstaubexplosion, die einen Feuersturm auslöste. 150 Bergleute fanden in der Flammenhölle den Tod. Auf den Friedhöfen der heutigen Gemeinde Schiffweiler erinnern Denkmäler und Bergmannsgräber mit ewigem Ruherecht an den dunkelsten Tag der Geschichte des Bergwerks Reden. Eine weitere Gedenkstätte im Grubenpark Reden erinnert an ein anderes Unglück, das sich im Flöz Kallenberg der Grube Reden am 20. Oktober 1864 ereignet hat. Dabei waren bei einer Schlagwetterexplosion 35 Bergleute getötet worden.

Station 2 - DIE HÖFERTAL-BADEANSTALT

Audio-Datei zur Station Höfertal Badeanstalt - Hochdeutsch

Audio-Datei zur Station Höfertal Badeanstalt - Saarländisch

In den ausgehenden 1920er Jahren hatte sich eine Gemeinschaft Bildstocker Bürger gegründet zu dem Zweck, einen großen Badeweiher anzulegen. Mehrere kleine Weiher hatten sich bereits spontan gebildet und wurden von Anglern als Fisch- und Brutweiher genutzt. 1930 konnte der Weiher eingeweiht werden. Er konnte sich eines großen Zuspruchs erfreuen. Leider musste 6 Jahre später bereits das Baden im Weiher aus gesundheitspolizeilichen Gründen verboten werden.

Station 3 - DIE EISENBAHN DURCH DAS HÖFERTAL ÖFFNET DAS TOR ZUR WELT

Audio-Datei zur Station Hoeferbachtal Eisenbahn - Hochdeutsch

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Im Jahr 1847 war vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm „eine Eisenbahn von der bayerischen Landesgrenze bei Wellesweiler über Neunkirchen, Landsweiler, Sulzbach und St. Johann“ genehmigt worden. Gleichzeitig sollten Verbindungsbahnen zu den Kohlengruben hergestellt werden. Der Streckenteil zwischen Landsweiler und Friedrichsthal war zunächst offen geblieben, da der vorgesehene Bau eines Tunnels im Höfertal wegen der „schwierigen Geländestruktur“ zur Verzögerung geführt hatte. Nach dessen Fertigstellung im Jahr 1852 erfolgte die Eröffnung der Eisenbahnstrecke, die enorme Vorteile für den saarländischen Kohlenabsatz zwischen den Saargruben nach Süddeutschland und nach Frankreich und der Schweiz brachte.

Wegen des anwachsenden untertägigen Kohleabbaus unter der Bahnstrecke zwischen Friedrichsthal und Reden waren mit der Zeit Bergschäden am Tunnel zu befürchten. Daher entschloss sich die Bahnverwaltung zum Bau eines neuen Tunnels, der mit den neusten Erkenntnissen hinsichtlich der Bebauung über untertätigem Kohleabbau geplant wurde. Das 337 m lange Bauwerk konnte bereits 1954 fertiggestellt und dem Bahnverkehr auf der genannten Strecke übergeben werden.

Station 4 - RECHTSSCHUTZSAAL

Audio-Datei zur Station Rechtsschutzsaal- Hochdeutsch

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Oberhalb des Höfertales, in der Hofstraße, errichtete im Jahr 1890 der „Rechtsschutzverein“, der Vorläufer der Gewerkschaften, ein eigenes Gebäude, das die ungestörte Arbeit des Vereins ermöglichen sollte.

Gründer und Vorsitzender des Vereins war der Bergmann Nikolaus Warken, genannt „Eckstein“ (1851–1920), aus Hasborn. Der Verein kämpfte für den 8-Stunden-Tag und angemessene Lohnerhöhung. Der Staat bekämpfte die Bemühungen der Arbeiterschaft mit repressiven Methoden. Warken wurde entlassen, der Verein zerschlagen und aufgelöst. An der Außenwand findet sich eine Gedenkplatte zur Erinnerung an Nikolaus Warken.

Station 5 - DIE SCHÜRFE AUF FLÖZ KALLENBERG

Audio-Datei zur Station Die Schuerfe auf Floez Kallenberg - Hochdeutsch

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Diese Gräben sind durch wilde Kohlegräbereien entstanden, denn hier tritt das „Flöz Kallenberg“ Übertage aus. Die Schürfen sind auch heute noch gut zu erkennen. Das Flöz Kallenberg ist ein Flöz der Oberen Flammkohleschichten. Es hat eine Mächtigkeit von rund 1,80 m und wurde auf vielen Gruben unter verschiedenen Namen abgebaut. Auf der Grube Von der Heydt trug es den Namen „Flöz Amelung“, in Jägersfreude war es das „Flöz Hardenberg“, in Friedrichsthal das „Flöz Motz“ und hier in Reden und Kohlwald das „Flöz Kallenberg“.